
Der Kuss der Liebe
Es begab sich zu einer Zeit, als in Frankfurt Burgen von Wolkenkratzer ersetzt wurden, Prinzen und Prinzessinnen in Turnschuhen und Jeans herumliefen, Straßen nicht mehr von Pferdehufen, sondern vom Lärm der Automotoren widerhallten, und Wälder den Startbahnen für Flugzeuge weichen mußten. Und doch schaffte es diese Stadt sich eine kleine Waldoase zu erhalten, in der jedes Jahr ein Fest für die Bürger und Bürgerinnen gegeben wurde. Dieses Fest nennt man Wäldchestag" und findet seit über 100 Jahren traditionell an jedem Pfingstdienstag statt. Und just an diesem Tage anno 1998 begab es sich, das eine kleine Prinzessin namens Stefanie in Begleitung eines jungen stattlichen Mannes namens Jürgen dieses Fest besuchte. Sie schlenderten über den Festplatz und erfreuten sich an den Attraktionen und kulinarischen Leckereien, die feilgeboten wurden. Irgendwann am späten Abend kamen sie an ein Rad, das tausendmal größer war als das Rad eines Pferdewagens. In dem Rad hingen kleine Gondeln, die sich mit dem Rad drehten. Staunend standen sie davor und schauten zu wie die Leute in diese Gondeln stiegen. Dort ganz oben zu sein, weit ab des Lärms, und endlos über die Dächer von Frankfurt sehen zu können daaas muß schön sein", dachte die kleine Prinzessin Stefanie und warf ihrem Begleiter einen bittenden Blick zu. Und so trug es sich zu, daß die Beiden eine Gondel bestiegen und sich mit dem Rad hoch über die Dächer Frankfurts tragen ließen. Am höchsten Punkt des Rades stoppte auf einmal die Fahrt und beide genossen einen traumhaften Blick über das funkelnde Lichtermeer ihrer Stadt. Erfüllt von dieser Romantik und einer auf einmal überschäumenden Liebe zu Prinzessin Stefanie, nahm Jürgen sie in den Arm, und ein schier endlos dauernder Kuß ließ sie eintauchen in das Märchen des 100jährigen Schlafes von Dornröschen, die durch einen Kuß ihres Prinzen wachgeküßt wurde, um ein Leben in Liebe mit ihm zu leben. Und so geschah es auch hier, durch den Kuss der Liebe |